Nobelpreisträger Imre Kertész ist tot

Der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertész ist heute im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Am 9. November 1929 in Budapest geboren überlebte er als Jugendlicher 1944 die deutschen Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Tröglitz/Rehmsdorf. Diese Erfahrungen spiegeln sich in seinen Büchern wieder. Vor allem durch sein autobiographisches Werk „Roman eines Schicksallosen“, in dem er diese Zeit verarbeitet, wurde er 1995 international bekannt nachdem es 1975 in Ungarn veröffentlicht, jedoch rasch aus den Buchhandlungen entfernt wurde. Für seine Werke erhielt Kertész 2002 den Nobelpreis für Literatur.

Das das Buch „Roman eines Schicksallosen“ von vielen sicher nicht gelesen wurde findet ihr hier eine Sendung aus der Reihe „Das Literarische Quartett“ vom 13.06.1996 in der das Buch besprochen wurde.

„Roman eines Schicksallosen“ bei YouTube

Ausführliche Nachrufe findet ihr hier bei

Imre Kertész bei Wikipedia

Mein Lieblingszitat aus „Die Krone des Schäfers“

„Auf jeden Fall hat sich die Reise gelohnt, und ich habe unterwegs viel Wunderbares gesehen, Euch eingeschlossen, mein zuverlässiger Freund. Wollen wir dann gehen?“ MADAME, WIR SIND SCHON FORT.

Vor ein paar Tagen hatte ich angekündigt Terry Pratchetts letztes Buch „Die Krone des Schäfers“ hier vorzustellen. Keine Sorge, das habe ich nicht vergessen. Leider ging es in den letzten Tages etwas hoch her, so dass es noch etwas dauern wird.

Als kleinen Ausgleich möchte ich Euch aber schon einmal mein Lieblingszitat aus dem Buch präsentieren und habe es gleichzeitig ein wenig grafisch aufgearbeitet. Wie treue Pratchett-Fans direkt erkennen ist eine der hier beteiligten Personen „Tod“. Groß, hager, Antromorphe Personifizierung, spricht in Großbuchstaben, etc. Wer die andere Person ist möchte ich hier nicht verraten, jedoch zeigt dieser kleine Abschnitt perfekt worum es im ersten Teil des Buches geht: Abschied nehmen und ein klein wenig Wehmut. Wie bekannt ist war Terry Pratchett schwer krank und starb noch bevor das Buch veröffentlicht wurde. Obwohl er noch so einige Ideen für weitere Scheibenwelt-Romane hatte scheint es beim lesen so, als wäre ihm klar gewesen, dass dies sein endgültig letzter Roman sein würde.

Selten fand ich ein Kapitel eines Buches so mitnehmend wie dieses und alleine deswegen lohnt sich fast schon der Kauf des gesamten Buchs.