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15. Mai 2019

Skandalöses Geheimnis um die »drei Fragezeichen« aufgedeckt

Ein Zeitungsartikel

Von In Allgemein
6 Kommentare
Lesezeit: 4 Minuten

Alle Fans der drei Fragezeichen haben sich sicher schon gefragt, wie es dazu kam, dass die drei Detektive in ihren Fällen auf einmal um ein paar Jahre gealtert waren. In dem einen Fall waren sie noch 12- bis 14-jährige Pubertiere und dann *puff* mindestens 16 mit Führerschein, Autos und Freundinnen. Wie kam es dazu? Was passierte in diesen verlorenen Jahren mit Justus, Bob und Peter? Gibt es geheime unbekannte Fälle? Wir haben recherchiert und folgenden verlorenen Artikel aus der Los Angeles Post gefunden.

 

Urteile gegen jugendliches Einbrechertrio gefallen

Mysteriöse Einbruchsserie endgültig aufgeklärt – Hauptkommissar Reynolds weiterhin beurlaubt

Die Bevölkerung von Rocky Beach und Umgebung kann aufatmen. Unter der Leitung des ehrenwerten Richters Highfield hat die Einbruchsserie, die unter dem Namen „Die Fragezeichen-Einbrüche“ bekannt wurde, ein Ende genommen. Die Angeklagten Jupiter J., Pete C. und Robert A. wurden zu Jugendhaftstrafen zwischen 20 bis 32 Monaten verurteilt. Richter Highfield sah es als erwiesen an, dass das Trio für diverse Einbrüche im Kreis Rocky Beach verantwortlich sei.

Die in den vergangenen Monaten unter dem Begriff der „Fragezeichen-Einbrüche“ bekannte Verbrechensserie im Großbereich Rocky Beach ist aufgeklärt. Besonderes Merkmal dieser Einbrüche war, dass augenscheinlich zwar eingebrochen, allerdings nichts entwendet wurde. Nach intensiver Ermittlungsarbeit der Polizei von Rocky Beach konnte diese Serie mit dem bekannten Junior-Detektivtrio „Die drei Detektive“ in Verbindung gebracht werden. Dieses Trio, über das auch in dieser Zeitung mehrfach berichtet wurde, konnte seit seiner Gründung einige spektakuläre Fälle aufklären, jedoch werfen die ihnen jetzt nachgewiesenen Verbrechen ein schlechtes Licht auf die drei Jugendlichen im Alter von 13 bis 14 Jahren.

Jupiter J., Neffe eines bekannten Unternehmers aus Rocky Beach, stellte seine und die Einbrüche der Mitangeklagten als „notwendig, um der Gerechtigkeit genüge zu tun“ dar. Die Taten waren eine „Ultima Ratio, um Schlimmeres zu verhindern“, „wichtig für ihre Ermittlungsarbeit“ und „essentiell, um die wahren Verbrecher hinter Schloss und Riegel zu bringen“. Außerdem waren die meisten der unrechtmäßig betretenen Wohnungen und Häuser „nachweisbar von Dieben, Betrügern und anderem Gesindel bewohnt“. Staatsanwalt MacGuffin stellte die Aussagen J.’s als „reine Schutzbehauptungen“ und „hanebüchenen Unsinn“ dar. „Wozu muss unsere Polizei auf richterliche Durchsuchungsbefehle warten und diese mit Beweisen untermauern“, so MacGuffin, „wenn jugendliche Möchtegern-Detektive sich das Recht herausnehmen in Häuser einzubrechen, während sie nur den reinen Verdacht vorzuweisen und sich vor niemanden zu verantworten haben?“

Rätselhaft bleibt weiterhin, warum das Trio bei seinen Einbrüchen nichts stahl. „Wir wollten uns immer nur umschauen“, erklärte Pete C. ihr Verhalten. Beweise dafür blieb er jedoch schuldig. Allerdings musste die Polizei einräumen weder in den Büroräumen, noch auf dem umgebenden Gelände eines Gebrauchthandels, irgendwelches Diebesgut gefunden zu haben.

Alfred Hitchcock im Zeugenstand

Besondere Aufmerksamkeit erlangte der Prozess durch eine Reihe prominenter Zeugen, die zugunsten der Angeklagten aussagten. Allen voran der berühmte Regisseur Alfred Hitchcock, laut dessen Aussage er „nur Gutes über die drei Jungs berichten könne“. Sie seien „von außergewöhnlicher Intelligenz“ und „haben mit Sicherheit stets nur das Beste im Sinn“. Ins Schwimmen kam Hitchcock allerdings bei den Fragen, inwieweit er finanziell von den drei Jugendlichen profitiert habe, da bei der Durchsuchung der Büroräumlichkeiten der Juniordetektive Verträge über Buchveröffentlichungen in seinem Namen gefunden wurden.

Hauptkommissar Reynolds weiter beurlaubt

Der im Zusammenhang mit den Ermittlungen weiterhin beurlaubte Polizeichef von Rocky Beach, Hauptkommissar Samuel Reynolds, lobte ebenfalls den Mut und das Engagement für die Allgemeinheit der drei Jugendlichen. Auf die Frage des Richters, ob er ihnen tatsächlich eine Karte ausgestellt hat auf der stand, dass die Polizei Hilfe der Bevölkerung bei den „Ermittlungen“ der drei Angeklagten unterstützt, antwortete er trotz mehrmaliger Nachfrage Seitens der Anklage ausweichend. Durch dieses Schriftstück, dass die Ankläger MacGuffin vorlegen konnte, war es den Angeklagten möglich rasch Vertrauen bei ihren Opfern zu erlangen und ohne weitere Nachfrage Wohnungen zahlreicher Geschädigter betreten zu können.

Jugendarreststrafen zwischen 20 bis 32 Monaten

In seiner Urteilsbegründung sprach Richter Highfield von besonderer krimineller Energie. Zwar hielt er es den drei Jugendlichen zugute Kriminalfälle auflösen zu wollen, dazu aber das geltende Recht in die eigene Hand zu nehmen und nach Gutdünken zu brechen sei durch keine guten Absichten entschuldbar. Dementsprechend folgte er weitestgehend der Anklage und sprach sie des mehrfachen Einbruchs in Tateinheit mit Betrug und unerlaubten Betretens für schuldig. Jupiter J. wurde von Richter Highfield als Anstifter und Haupttäter identifiziert und zu einer Jugendstrafe von 32 Monaten verurteilt. Die beiden Mitangeklagten Robert A. und Pete C. erhielten Jugendstrafen von 20 bzw. 24 Monaten. Das Trio wird nach offiziellen Angaben seine Strafe in der Fred C. Nelles Youth Correctional Facility verbringen. Eine Aussetzung zur Bewährung ist jeweils nach der Hälfte der Zeit möglich. Dazu, ob die Jugendlichen nach Verbüßung ihrer Strafe weiterhin als Detektive arbeiten werden oder es ihnen durch weitere Auflagen Richter Highfields untersagt wurde, gibt es noch keine Angaben.

Holger

Geschrieben von Holger

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 15. Mai 2019 in Allgemein und verschlagwortet mit , , .
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6 Kommentare
  1. Avatar
    Victor schrieb am 15. Mai 2019 um 18:47

    Jetzt ist mir auf einmal alles klar! :-D
    Weiter so!

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  2. Avatar
    ChrisDDF schrieb am 15. Mai 2019 um 20:53

    Ich habe mich schon immer gefragt warum Peter so gut Schlösserknacken kann. Wahrscheinlich alles dort gelernt

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  3. Avatar
    Nati schrieb am 16. Mai 2019 um 10:04

    Ganz amüsant aber auch traurig. Irgendwie erinnern mich solche Artikel an Zeitschriften für ältere Frauen ;)

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  4. Avatar
    Yan de Kerk schrieb am 16. Mai 2019 um 13:28

    Bei Staatsanwalt MacGuffin hat es mich dann endgültig zerrissen!:‘D

    Großartiger Artikel!

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    1. Holger
      Holger Beitragsautor schrieb am 16. Mai 2019 um 18:40

      Wenn Hitchcock dabei ist kann der MacGuffin nicht weit sein ;)

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  5. Avatar
    jonas schrieb am 3. Juni 2019 um 21:42

    Für die Polizei war das sicher ein ganz spezialgelagerter Sonderfall!

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