Rezension: Die drei Fragezeichen ??? und die silberne Spinne

Buchcover: Die drei Fragezeichen und die silberne SpinneEine schwedische Kolonie in Texas, die eine silberne Spinne verehren und die drei Fragezeichen mittendrin. Können Justus, Bob und Peter dem jungen Lars Holmqvist helfen sein Erbe anzutreten und den bösen Direktor Forsberg austechen oder muss doch James Bond ran? Der kennt sich mit technischen Spielereien schließlich besser aus.

Worum geht es

Da hätte es fast gerumst. Bei einem Beihnaheunfall lernen die drei Fragezeichen Justus, Bob und Peter den jungen Firmenerben Lars Holmqvist kennen, der nach Kalifornien gekommen ist, um noch einmal die Sau rauszulassen, bevor der die Leitung des Familienbetriebs den Magnuswerken übernimmt. Die drei Jungen freunden sich rasch mit dem jungen Mann an und gemeinsam verbringen sie eine vergnügliche Zeit in Disneyland.

Hier könnte die Geschichte eigentlich vorbei sein. Aber nur eigentlich, denn ein paar Tage später erhalten sie Besuch vom Filmemacher Bert Young. Dieser lädt sie in Lars Holmqvists Auftrag nach Magnusstad in Texas ein, um an den Feierlichkeiten rund um Lars’ Übernahme der Leitung der Magnuswerke teilzunehmen. Während sie zum Schein vorgeben sollen, gemeinsam einen Film über Lars’ Vorfahren zu drehen, sollen sie ein Auge auf Direktor Forsberg werfen. Dieser steht seit dem Tod von Lars Vater an der Spitze der Magnuswerke und sowohl Lars als auch Bert Young haben den Verdacht, dass er die baldige Übernahme der Firmenleitung verhindern will.

Kaum in der Stadt angekommen erfahren die drei Fragezeichen von einem großen Problem. Das Wahrzeichen der Stadt, eine silberne Spinne ist gestohlen worden. Genau diese Spinne muss Lars aber bei der feierlichen Firmenübernahme tragen, sonst kann er nach testamentarischer Verfügung die Geschäftsleitung nicht übernehmen. Natürlich versprechen die drei Detektive bei der Suche nach der Spinne zu helfen.

Schneller als gedacht

Obwohl die Spinne überall versteckt sein kann findet Bob sie relativ schnell. Sie wurde im Zimmer der drei Jungen bei Bobs Taschentüchern versteckt. Anscheinend will jemand den drei Fragezeichen den Diebstahl der Spinne unterschieben und sie auf diese Art und Weise außer Gefecht setzen. Kaum ist die Spinne nämlich im Besitz der Jungen taucht der Werkschutz im Auftrag von Direktor Staffan Forsberg auf und verlangt Einlaß. Den drei Fragezeichen bleibt nur noch die Flucht. Eine wilde Jagd durch Magnusstad beginnt!

Fazit

Um die Qualität eines Falles der drei Fragezeichen vorab beurteilen zu können, gibt es ein paar wichtige ungeschriebene Gesetze. Das vielleicht bekannteste lautet: Folgen in denen es um Fussball geht sind immer schlecht. Ein etwas weniger bekanntes ist: Folgen mit CIA oder FBI auch. Bei diesem Fall handelt es sich im Urspung um eine der zweiteren Art und er ist… weniger gut.

Jetzt kann man natürlich fragen, wo in dem Buch Geheimdienste vorkommen. Schließlich werden sie dort nirgends erwähnt. Dazu muss man wissen, dass dieser Fall sich vom Original, was das Location angeht, ziemlich unterscheidet. Das amerikanische Original spielt nicht in Texas, sondern in einem fiktiven europäischen Staat Varania. Somit ergibt die ganze Geschichte über Verrat und Macht und Glocke dort gleich viel mehr Sinn. Schließlich sind solche Geschichten über Ränkespiele in Film und Literatur nahezu gang und gäbe und man glaubt den Einwohnern der Stadt auch viel eher, dass viel dem vom Staaststreich bedrohten Königshaus helfen, als dem Management eines Konzerns. Sei der Konzern auch noch so wichtig für die Stadt. Vor allem in den USA.  Auch, dass ganze drum herum mit den Feierlichkeiten rund um die Amtsübergabe passt viel besser, wenn es sich um ein Fürstentum handelt.

Auftraggeber ist hier dann auch der CIA-Agent Bert Young, womit die James-Bond-hafte Ausrüstung etwa der Kamera inklusive eingebautem Sprechfunk wenigstens mal etwas Sinn ergibt. Insgesamt hat der Fall an sich sowieso etwas von einem Agententhriller, was Handlung und Action angeht. Doch leider kann er das nie richtig vermitteln, so dass er eher lieblos vor sich hin plätschert. Warum dann auch noch ein anscheinend übersinnlich begabter Köhler auftreten muss und Bob mit einer Amnesie eine der dämlichsten aller Plotideen erleiden muss… ich weiß es nicht.

Immerhin hat H.G. Francis im Hörspiel mit dem “Haschemitenfürst” ein in Fankreisen noch heute beliebtes Wort erfunden.

Buchinformationen

Autor Robert Arthur
Titel Die drei ??? und die silberne Spinne
Originaltitel The Mystery of the Silver Spider
Seiten 113
Übersetzung durch Leonore Puschert
Datum der Erstveröffentlichung 1981
Verlag Franckh Kosmos Verlag
Genre Jugendbuch, Krimi, Detektivgeschichte
ISBN-13 978-3-440-12917-3
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Herkunft Bücherei

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