Terry Pratchetts unveröffentlichte Bücher von Dampfwalze vernichtet

Genauso hatte Terry Pratchett es sich vor seinem Ableben gewünscht und genauso passte es auch zu ihm. Gut 2 Jahre nach seinem Tod im März 2015 veranlasste Nachlassverwalter Rob Wilkins am vorletzten Freitag, dass die Festplatten auf denen noch 10 unvollendete Bücher Terry Pratchetts gespeichert waren, für immer zerstört wurden.

Allerdings nicht irgendwie, sondern auf möglichst spektakuläre Art und Weise, von einer Dampfwalze überrollt. Dabei erwies sich die Festplatte als ziemlich stabil und musste von der „Lord Jericho“ genannten Dampfwalze mehrmals überrollt werden. Um alle Hoffnungen im Keim zu ersticken, dass doch noch etwas zu retten sei, wurde die Festplatte anschließend noch in eine Zerkleinerungsmaschine gesteckt.

Die Überreste der Festplatte werden Teil der Pratchett HisWorld Ausstellung, welche ab dem 16. September im Salisbury Museum in Salisbury, Wiltshire, England stattfinden wird.

Zur Originalmeldung auf discworld.com

Das große ß wird eingeführt. So gebt ihr es an der Tastatur ein!

Schön und gut. Das bekannte „ß“ soll in Zukunft endgültig auch als Großbuchstabe geschrieben werden können. Die Frage ist nur: Wie zur Hölle gibt man es an der Tastatur ein? Schließlich gibt es keine spezielle Taste dafür. Oder etwa doch? Wir haben 5 Möglichkeiten für euch zusammengestellt, wie ihr das ẞ eingeben könnt.

Die Wandlung des großen scharfen s von SS zu ẞ

Der Rat für deutsche Rechtschreibung gab heute in Mannheim bekannt, dass das „ß“ (eszett, oder auch scharfes s) in Zukunft auch als Großbuchstabe geschrieben werden darf. Bislang wurde das „ß“ in ein „SS“ umgewandelt, wenn man das Wort in Großbuchstaben (Majuskeln, Versalien) schreiben wollte. Eingesetzt wurde das etwa auf Ausweisdokumenten, Werbe-Beschriftungen oder bei Buchtiteln.

Die technischen Voraussetzungen dafür wurden schon 2008 geschaffen, als der entsprechende Buchstabe in die entsprechenden ISO-Standards aufgenommen wurde. Allerdings unterstützen nicht alle Schriftarten diesen relativ neuen Buchstaben.

So wird aus SS ein ẞ

Zum Vergleich ein tradtionelles scharfes S und ihm gegenüber nun das „neue“ große

ß -> ẞ

Kein so großer Unterschied, oder? Ok, hier aber die Schnellerklärung wie ihr es an eurer Tastatur schreiben könnt Beachtet dabei, dass die aktuelle Schriftart diesen Buchstaben auch unterstützen muss. Sonst bekommt ihr unter Umständen nur das Platzhaltersymbol der Schrift angezeigt:

  1. Der Buchstabe soll in Zukunft über die Tastenkombination „Alt Gr + h“ eingegeben werden können. Also ähnlich wie das bekannte @-Zeichen über „Alt Gr + q“ eingegeben wird. Habt ihr einen entsprechenden angepassten Tastaturtreiber installiert, sollte es schon klappen.
  2. Alternativ erscheint das ẞ über die Tastenkombination „Alt Gr + Shift + ß“. Dies erfordert etwas Fingerakrobatik, sollte aber schon auf allen neueren Windowssystemen und den meisten Linux Distributionen funktionieren. Achtung: Bei Windows XP scheint diese Lösung nicht zu funktionieren.
  3. Haltet die linke Alt-Taste gedrückt und gebt über den Ziffernblock die Zahlen „7 8 3 8“ ein. Lasst die Alt-Taste los und das ẞ sollte erscheinen. Achtet hierbei darauf, dass der Ziffernblock aktiviert ist (Num-Taste). Hinweis: Diese Variante funktioniert beim Ausprobieren nur in Textverarbeitungsprogrammen wie Word, aber nicht etwa im Thunderbird E-Mailclienten.
  4. In Microsoft Word kann man die Zeichenfolge 1e9e eingeben und drückt direkt danach die Tastenkombination Alt + c. Darauf hin wird die Zeichenkette in das ẞ umgewandelt. Der Coursor muss dafür direkt hinter dem Wert 1e9e stehen, damit es funktioniert. Hinweis: 1e9e ist die Unicode-Bezeichnung für das ẞ, kennt man den Wert eines beliebigen anderen Sonderzeichens kann man es auf gleiche Art erzeugen.
  5. Richtet auf eurem Computer eine automatische Textersetzung ein. Dabei könnt ihr eine festgelegte Ziffernfolge definieren, die automatische in den Buchstaben ẞ umgewandelt werden soll. Meiner Meinung nach die umständlichste Methode, vor allem, da sie immer nur auf dem jeweiligen Computer funktioniert. Allerdings ist dies im Moment die einzige Möglichkeit das ẞ auf Mac-Rechnern darzustellen, wenn man vom händischen kopieren und einfügen absieht.

Gar nicht so schwer, oder?

Kleiner Exkurs, wann man das scharfe S verwendet

Ok, zum Abschluss noch zwei kleine Merkregeln, wann nach der Rechtschreibreform in Wörtern die vorher mit ß geschrieben wurden nun ein ss geschrieben wird.

  1. ß bleibt ß wenn es nach einem langen Vokal erscheint. Ansonsten wird es zu ss.
    Beispiel: daß wurde zu dass, Floß bleibt Floß
  2. ß bleibt ß, wenn es nach einem Doppelvokal (Diphtong) steht.
    Beispiel: schließlich, beißen, draußen

Mehr zum Thema

Artikel bei Spiegel Online zur Änderung

Ankündigung von Rat der deutschen Rechtschreibung

Das große ẞ bei Wikipedia

28 Tage mit den drei Fragezeichen – Ein Rückblick

Puh, was war das für ein Februar. An 28 Tagen gab es 28 Rezensionen zu den ersten 28 drei Fragezeichen-Büchern. Und das alles nur, weil es wie eine gute Idee erschien, um mal ein wenig mehr Inhalte in den Blog zu bringen. Die gute Nachricht: es hat definitiv geklappt! Nach ein wenig Pause will ich hier aber mal einen kleinen Rückblick wagen und aufschreiben, was alles geklappt hat und was in dieser Zeit weniger geklappt hat.

Ziele

Mit dieser kleinen Challenge habe ich mehrere Ziele verfolgt. Das wichtigste Ziel war natürlich in erster Linie Inhalte zu generieren und für die Zukunft die Motivation zu erhalten in kurzen regelmäßigen Abständen etwas zu posten. Das ist auch mehr oder weniger gelungen. Es war zwar anstrengend, hat aber Spaß gemacht die alten Bücher aus meiner Jugend erneut zu lesen. Ob es nun auch dazu führt, dass ihr hier weiterhin neue Inhalte finden werdet wird die Zukunft zeigen. Ich bin allerdings guter Hoffnung.

Weiterlesen

Wir entdecken die drei Fragezeichen im Februar neu

Wie schon Mitte Januar angekündigt steht hier im Blog für den Februar eine Schreibchallenge an, um endlich mal etwas Konstanz und Inhalte reinzubringen. In dieser Challenge geht es darum jeden Tag eine Rezension zu einer Buchreihe zu veröffentlichen. Welches es wird hat Euch der Titel des Beitrags sicher schon verraten: Die drei Fragezeichen, die berühmte und bekannte Jugendbuchreihe von Robert Arthur.

Verschiedene Buchcover von drei Fragezeichen Romane

 

Was heißt das genau?

Über den ganzen Februar verteilt werdet ihr hier die ersten 28 Bücher der drei Fragezeichen vorgestellt bekommen. Die Reihenfolge in der die Bücher besprochen werden orientiert sich dabei an der Veröffentlichung in den USA. Es kann allerdings vorkommen, dass ein oder zwei Bücher übersprungen werden, einfach aus dem Grund, weil es nicht vorliegt. Immerhin haben die Bücher auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel und sind nicht immer leicht zu bekommen.

Warum nichts Aktuelles?

Zugegeben, die drei Fragezeichen erschienen in den USA zuerst im Jahre 1964 und in Deutschland 1968. Sie haben somit schon 50 Jahre auf dem Buckel und frisch kann man sie nicht mehr nennen. Voraussichtlich wird zudem das letzte Buch aus dieser Schreibchallenge bereits in den frühen 1980er-Jahren erschienen sein. Aber wie schon im letzten Blogeintrag geschrieben, haben die Bücher der drei Fragezeichen mich wahrscheinlich erst zum regelmäßigen Lesen gebracht, so dass ich diese Gelegenheit nutzen will noch einmal in diese Welt einzutauchen und vielleicht noch den einen oder die andere mitzunehmen. Vielleicht werdet ihr dazu animiert auch mal wieder ihre Abenteuer zu lesen, sie euren Kindern zu empfehlen oder die euch liebgewordenen Bücher ein weiteres mal zu lesen.

Außerdem, wo steht geschrieben, dass man nur neue Bücher besprechen darf? Ich finde auch alte liebgewonnene Bücher haben es verdient, dass man erneut über sie schreibt und ein neues Publikum für sie entsteht.

Wird die Hörspielreihe angesprochen?

So gerne ich die Hörspiele höre, werden diese höchstwahrscheinlich keinen Einfluss auf die Rezensionen haben. Auf die Unterschiede zwischen Buch und Hörspiel wird nicht eingegangen. Dazu fehlt dann doch die Zeit.

Bist du sicher, dass du es den ganzen Februar über durchhältst?

Ehrlich gesagt, nein  😛 . Also mal schauen, ob ihr hier jeden Tag was neues lesen werdet. Lassen wir uns überraschen.

Was kommt danach? Folgen die anderen Bücher auch noch?

Dazu habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Im nächsten Jahr steht wohl das 50-jährige Deutschlandjubiläum der drei Fragezeichen an und da würde sich so etwas vielleicht noch anbieten. Allerdings gibt es mittlerweile über 180 Bücher und das ist schon etwas viel. Aber man soll niemals nie sagen.

Habt ihr noch Fragen oder Anregungen? Schreibt sie mir in die Kommentare oder über die bekannten Social Media Kanäle!

Meine Schreibchallenge für Februar

Ach verdammt, schon wieder Mitte Januar und noch immer nichts Neues gepostet. So viel also zu den guten Vorsätzen 2017! Doch damit ist  es jetzt vorbei! Jedenfalls fast. Ich habe beschlossen hier den gesamten Februar über jeden Tag ein Buch wiederzuentdecken und vorzustellen.

Damit es halbwegs thematisch passt wird es wahrscheinlich eine Buchreihe werden. Welche steht noch nicht zu 100% fest, immerhin muss ich dazu noch die Bücher organisieren und eine finden die dazu aus mindestens 28 Teilen besteht.

Wer übrigens einen Vorschlag hat welche Reihe sich dafür eignet: Nur her damit!

Aller Anfang ist schwer! Schreibchallenge 2017

Aller Anfang ist schwer!

Nobelpreisträger Imre Kertész ist tot

Der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertész ist heute im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Am 9. November 1929 in Budapest geboren überlebte er als Jugendlicher 1944 die deutschen Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Tröglitz/Rehmsdorf. Diese Erfahrungen spiegeln sich in seinen Büchern wieder. Vor allem durch sein autobiographisches Werk „Roman eines Schicksallosen“, in dem er diese Zeit verarbeitet, wurde er 1995 international bekannt nachdem es 1975 in Ungarn veröffentlicht, jedoch rasch aus den Buchhandlungen entfernt wurde. Für seine Werke erhielt Kertész 2002 den Nobelpreis für Literatur.

Das das Buch „Roman eines Schicksallosen“ von vielen sicher nicht gelesen wurde findet ihr hier eine Sendung aus der Reihe „Das Literarische Quartett“ vom 13.06.1996 in der das Buch besprochen wurde.

„Roman eines Schicksallosen“ bei YouTube

Ausführliche Nachrufe findet ihr hier bei

Imre Kertész bei Wikipedia

Worum geht es hier? mind the book – Ein neuer Bücher-Blog

Hey und hallo auf meinem neuen Blog. Schön, dass du den Weg hierhin gefunden hast.

Jetzt aber Schluss mit dem geschleime, worum geht es hier? Die Frage lässt sich leicht beantworten: Wie der Titel des Blogs „mind the book“ schon erahnen lässt soll es hier in erster Linie um Bücher gehen.

Ich werde hier in mehr oder weniger regelmäßigen (hoffentlich in mehr) Abständen Bücher vorstellen die ich gelesen habe und von denen ich denke, dass sie es wert sind vorgestellt zu werden. Dabei ist es mir egal, ob die Bücher schon seit Jahren auf dem Markt sind oder gerade erst veröffentlicht wurden. Es werden Bücher aus verschiedenen Genres auftauchen und auch nicht immer dieselben Autoren vorkommen. Allerdings werde ich Bücher meiner Lieblingsautoren sicherlich häufiger vorstellen.

Ebenso könnt Ihr Euch darauf vorbereiten, dass hier nicht alle Bücher über den grünen Klee gelobt werden. Ist ein Buch Mist, dann wird es auch Mist genannt.

Natürlich soll auch die Kommunikation mit Euch nicht zu kurz kommen. Habt Ihr ein Buch, das ich lesen und hier vorstellen soll? Schreibt mir eine E-Mail, hinterlasst einen Kommentar oder kontaktiert mich via Facebook oder Twitter. Wenn mir das Buch zusagt und die Zeit es zulässt werde ich dem sicher nachkommen. Gerne können wir auch über die vorgestellten Bücher oder andere Themen diskutieren. Aber bitte denkt dran: Immer im angemessenen Rahmen.

So, jetzt aber viel Spaß auf diesem Blog. Gute Unterhaltung und ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Artikel Euch so neugierig macht, dass Ihr das Buch auch lest.

Euer
Holger